Seit fast vier Jahren arbeitet die Stadt Halle gemeinsam mit vielen Partnern daran, gute Rahmenbedingungen für lebenslanges Lernen zu schaffen. Das bestehende Bildungskonzept hat in dieser Zeit wichtige Impulse gesetzt, viele Maßnahmen wurden umgesetzt, andere befinden sich noch in Arbeit und einige Themen haben sich durch neue Entwicklungen verändert.
Nun soll das kommunale Bildungskonzept fortgeschrieben und inhaltlich weiterentwickelt werden. Ausgangspunkt ist die Frage, wie die Verwaltung die Bildungslandschaft der Stadt künftig gestalten möchte.
Hier setzte die Kick-off-Veranstaltung im Festsaal des Stadthauses an. Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Bildungseinrichtungen und Projekten waren eingeladen, gemeinsam zurückzublicken und erste Leitlinien für die kommenden Jahre zu sammeln.
Austausch an Themenwänden
Im Mittelpunkt des zweiten Teils der Veranstaltung standen mehrere Themenwände, an denen alle Teilnehmenden ihre Perspektiven einbringen konnten. Die Wände deckten zentrale Bereiche ab: MINT, frühkindliche Bildung, Transformationskompetenz, digitale Bildung und weitere Felder, die für die zukünftige Bildungsplanung relevant sind.
Grundbildung erstmalig Teil des Bildungskonzepts
Eine eigene Themenwand widmete sich dem Bereich Grundbildung. Dort standen wir gemeinsam mit dem Leiter des Grundbildungszentrum Halle (Saale)-Saalekreis Herrn Gläser. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, mit uns ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen.
Im Austausch ging es unter anderem um:
Hürden, die Menschen ohne grundlegende Kompetenzen im Alltag und im Arbeitsleben begegnen,
Angebote der Grundbildung,
Erfahrungen aus unserer Projektarbeit in Halle und in Sachsen-Anhalt,
Ideen, wie der Bereich Grundbildung gestärkt und in der kommunalen Bildungsplanung dauerhaft verankert werden kann.
Für uns als Team AlphaBeruf war dieser Ort des Austauschs zentral, denn zum ersten Mal wird das Thema Grundbildung systematisch als Bestandteil des Bildungskonzepts mitgedacht.
Blick nach vorn
Der Kick-off bildet den Auftakt für den weiteren Prozess. In den nächsten Monaten wird die Stadt Halle die eingebrachten Perspektiven zusammenführen und die Leitlinien für das neue Bildungskonzept entwickeln.
Wir bringen unsere Erfahrungen weiterhin ein und bleiben mit dem Grundbildungszentrum sowie allen Partnern im Rahmen einer Arbeitsgruppe im Gespräch, damit Grundbildung ein sichtbarer und verlässlicher Bestandteil der kommunalen Bildungsplanung wird.
9. Oktober 2025
Eröffnung des Lerncafés in Merseburg
Nachdem das Grundbildungszentrum Halle (Saale) – Saalekreis bereits im Februar 2025 sein Lerncafé in Halle (Saale) eröffnete, fand nun am 23. September 2025 die feierliche Eröffnung des Lerncafés im Mehrgenerationenhaus in Merseburg statt.
Das Lerncafé ist ein offener Ort, der Raum für Gemeinschaft und vielfältige Lernmöglichkeiten in Grundbildungsbereichen bietet. Hier finden Lernende und Hilfesuchende Ansprechpartner*innen, praxisnahe Angebote und eine vertrauensvolle Atmosphäre, um gesellschaftliche Teilhabe zu leben und zu stärken.
Die Eröffnung wurde von zahlreichen Gästen und Kooperationspartnern begleitet, die sich dem Grundbildungszentrum verbunden fühlen und den inklusiven Gedanken aktiv unterstützen. Die Begrüßung der Anwesenden erfolgte durch Lisa Stöffgen, Leiterin des Mehrgenerationshauses, die herzliche Worte für das gemeinsame Ziel fand, Ansprechpartnerin für Lernende zu sein und gemeinsam Lösungen für individuelle Problemlagen zu finden.
Besonders eindrucksvoll waren zudem die Erfahrungsberichte von Lernenden des Lerncafés in Halle (Saale), welche ebenfalls bei der Eröffnung in Merseburg dabei waren und die Bedeutung eines Lerncafés als Anlaufstelle hervorhoben.
Erfahrungen aus dem Lerncafé
So berichtete unter anderem Herbert Blümel, der mit über 70 Jahren im Lerncafé Halle (Saale) das Lesen und Schreiben neu erlernt hat, offen von den Hürden, die es für ihn zu überwinden galt, über die Schwierigkeiten, die das Lesen und Schreiben für ihn mit sich brachten und von der Scham, die ihn lange Zeit davon abhielt, Hilfe zu suchen:
„Wenn es früher solche Lerncafés gegeben hätte, hätte ich mich vielleicht eher überwunden“, berichtete Blümel.
Parallel dazu betonte er die Geduld und den Zuspruch von Seiten der Lernhelfenden, die es ihm möglich gemacht haben, zur Eröffnung hier stehen zu können.
Lernort Merseburg
„Noch eine Woche zuvor wäre die Inbetriebnahme nicht möglich gewesen“, so Arnfried Gläser, Leiter des Grundbildungszentrums Halle-Saalekreis. Durch ehrenamtliche Hilfe und Zuarbeit konnten noch kurzfristig Renovierungsmaßnahmen umgesetzt werden, so dass die Räumlichkeit Pünktlich zur Eröffnung einen Ort der Zusammenkunft mit angenehmer Lernatmosphäre bietet.
Mit dem neuen Standort in Merseburg erweitert das Grundbildungszentrum Halle-Saalekreis sein Angebot für Erwachsene mit Grundbildungsbedarf. Neben den Schwerpunkten Lesen, Schreiben und Rechnen wird auch der sichere Umgang mit Smartphones und weiteren digitalen Endgeräten thematisiert. Unterstützt werden die Lernenden von ehrenamtlichen Lernhelfer*innen. Weitere Workshops sind bereits in Planung.
Das Lerncafé versteht sich als barrierefreier Ort, an dem Erwachsene Grundbildungskompetenzen erwerben und vertiefen können. Zukünftig werden hier Kurse zu verschiedenen Grundbildungsbereichen angeboten, u.a:
Netzwerkveranstaltung zur Sensibilisierung im Rahmen der „Vereinshütte“ in Halle am 18.06.2025
Die Stadt Halle bietet Vereinen und Einrichtungen die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. In der seit diesem Jahr neben dem Brunnen an der Ulrichskirche in der Leipziger Straße aufgestellten Vereinshütte können sich hallesche gemeinnützige, kulturelle und Sportvereine sowie weitere Institutionen präsentieren.
So geschehen am 18.06.2025: Zusammen mit der VHS „Adolf Reichwein“, dem GBZ Halle (Saale)-Saalekreis, dem Förderverein VHS Halle und der Weiterbildungsagentur Süd hat AlphaBeruf die Gelegenheit genutzt, sich über das Thema der nicht ausreichenden Grundbildung auszutauschen.
Der Sensibilisierungsgedanke
Bei bestem Wetter kamen wir mit verschiedenen Personen ins Gespräch. Parallel dazu bot die Veranstaltung eine gute Gelegenheit, sich mit Netzwerkpartner*innen auszutauschen.
Wie bereits erwähnt, stand bei AlphaBeruf der Sensibilisierungsgedanke im Vordergrund. Wir nutzten die Zeit, um Interessierte und Passanten anzusprechen, sie über Hintergründe, Zahlen und Fakten aufzuklären und ihre offenen Fragen zu beantworten. Angereichert mit mehr als zwei Jahren Projekterfahrung, konnten wir von persönlich Erlebtem berichten und kleine Erfolge feiern.
Ein starkes Netzwerk
Wir freuen uns immer wieder, Teil solcher Veranstaltungen zu sein. Einerseits ist es bedeutsam, sich für erfolgreiche Grundbildung einzusetzen, andererseits ist es ebenso beeindruckend, mit welcher Vision und welchem Engagement die Personen dahinter dies verkörpern. Mit Arnfried Gläser (Leiter des GBZ Halle (Saale)-Saalekreis) und Marc Heder (Leiter der VHS „Adolf Reichwein“) waren an dem Tag zwei Ansprechpartner vor Ort, um zielorientiert mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und Informationen auszutauschen. Tage wie diese zeigen immer wieder, dass diese Problematik nur gemeinsam und durch ein starkes Netzwerk bewältigt werden kann.
7. Februar 2025
Eröffnung des Lerncafés des Grundbildungszentrums Halle-Saalekreis
Veranstaltungen im Bereich der Grundbildung und Alphabetisierung bieten immer wieder wertvolle Gelegenheiten, Akteurinnen und Akteure aus diesem Themenfeld zusammenzubringen, den Austausch zu fördern und Synergien zu entwickeln.
Eine solcher Anlass war die feierliche Eröffnung des Lerncafés des Grundbildungszentrums (GBZ) Halle-Saalekreis am 04.02.2025 in der VHS Halle (Saale)
Feierliche Grußworte und Präsentationen
Die Begrüßung der anwesenden Gäste, darunter Lernende des GBZ, erfolgte durch die Hausherren, den Leiter der VHS „Adolf-Reichwein“ Marc-André Heder und Jan Riedel, Schulleiter des Lyonel-Feininger-Gymnasiums sowie Egbert Geier, Bürgermeister der Stadt Halle (Saale).
Anschließend präsentierten sich verschiedene Projektpartner des GBZ mit Vorträgen und Infoständen zu ihren Bildungs-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten.
Ein besonderer Moment war die Vorstellung des Lerncafés durch Ekke Metzger, Mitarbeiter des GBZ, der die Inhalte in einfacher Sprache erläuterte und auf die Bedeutung der (politischen) Grundbildung hinwies.
Das Lerncafé – Ein offener Lernort
Das Lerncafé versteht sich als barrierefreier Ort, an dem Erwachsene ohne Voranmeldung Grundbildungskompetenzen erwerben und vertiefen können. Zukünftig werden hier Workshops zu verschiedenen Grundbildungsbereichen angeboten, u.a:
Rechnen und Finanzen
Politik und Gesellschaft
Umgang mit Tablet, Smartphone und Computer.
Damit leistet das Lerncafé einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Teilhabechancen von Menschen mit geringer Grundbildung. Informationen zu den Angeboten, Öffnungszeiten und Ansprechpartnern finden Sie unter folgendem Link: Lernen – Grundbildungszentrum Halle (Saale) – Saalekreis
Ein starkes Netzwerk für Grundbildung
Als enger Kooperationspartner waren natürlich auch wir vom Team AlphaBeruf vor Ort. Wir informierten Interessierte über unsere Angebote und nutzten die Gelegenheit, mit anderen Projektpartnern, Gästen und Freund*innen des GBZ in den Austausch zu treten.
In einem offenen Dialog konnten die teilnehmenden Projektpartner neue Ideen für gemeinsame Aktionen entwickeln und über Neuigkeiten aus ihren Projekten berichten. Dabei wurde immer wieder deutlich, wie wichtig es ist, Netzwerke zu stärken und die Zusammenarbeit im Bereich Grundbildung und Alphabetisierung weiter voranzutreiben.
Wir gratulieren dem Grundbildungszentrum Halle-Saalekreis herzlich zu dieser gelungenen Auftaktveranstaltung und wünschen allen Beteiligten viel Erfolg!
Bei Fragen zum Lerncafé wenden Sie sich bitte an den Projektleiter Arnfried Gläser: 0345 – 221 3397
Wir starten in das neue Jahr mit dem Relaunch unserer bekannten Online-Sensibilisierung!
Unsere monatliche Online-Schulung erscheint nicht nur in neuem Gewand – auch der Titel hat sich geändert! Unter „Grundbildung als Schlüssel zur Teilhabe“ vermitteln wir, wie Menschen mit geringer Grundbildung gezielt unterstützt werden können.
Rund 6,2 Millionen Erwachsene in Deutschland haben Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben – eine Herausforderung, die sich auf viele Lebensbereiche auswirkt.
In unserer kostenlosen Schulung erhalten Sie wertvolle Einblicke in die Lebenswelt Betroffener, praxisnahe Handlungsempfehlungen für eine wertschätzende Ansprache und erstmals auch eine genauere Vorstellung digitaler Unterstützungsmöglichkeiten.
Aktionstag in Halle: „Mehr Chanchengleichheit durch Grundbildung“
Mehr als 6,2 Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben. Auch in Halle (Saale) gibt es viele Betroffene. Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen und auf die Wichtigkeit von Grundbildungsangeboten hinzuweisen, fand am 13.08.2024 unser Aktionstag „Mehr Chancengleichheit durch Grundbildung“ auf dem Marktplatz in Halle statt.
An diesem Tag konnten wir viele Gespräche und Beratungen zum Thema führen und uns mit weiteren Partnerinnen und Partnern vernetzen.
Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch desALFA-Mobils, das bundesweit wertvolle Unterstützung bei der Aufklärung zum Thema Grundbildung leistet. Ein Lernbotschafter des ALFA-Mobils, der im Erwachsenenalter das Lesen und Schreiben gelernt hat, teilte seine Erfahrungen mit den Anwesenden. Seine Geschichte zeigt, wie Bildung auch im späteren Leben neue Perspektiven eröffnen kann. Mittlerweile hat er sogar ein eigen geschriebenes Buch über seine Geschichte veröffentlicht.
Auch der Mitteldeutsche Rundfunk war vor Ort und berichtete sowohl im Fernsehen als auch im Radio, so dass auch hier das Thema einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte. Den Beitrag des MDRs finden Sie hier: MDR Sachsen-Anhalt heute Aktionstag für Grundbildung in Halle.
Wir danken insbesondere unserem Kooperationspartner, dem Grundbildungszentrum Halle (Saale)-Saalekreis, mit welchem wir die Veranstaltung gemeinsam erfolgreich organisiert haben. Wir freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Aktionen!
Unser Dank geht auch an alle Partnerinnen und Partner, die an diesem Tag mit uns auf dem Marktplatz waren und dazu beigetragen haben, das Thema Grundbildung stärker in das Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken.
Die Pressemitteilung der Stadt Halle (Saale) ist unter diesem Linkzu finden.
1. August 2024
Save the Date: Netzwerktag „Mehr Chancengleichheit durch Grundbildung“
Am 13.08.2024 findet in Zusammenarbeit mit dem Grundbildungszentrum Halle (Saale)-Saalekreis ein gemeinsam organisierter Aktions- und Netzwerktag statt.
Auf dem Marktplatz von Halle wollen wir an diesem Tag unter dem Titel „Mehr Chancengleichheit durch Grundbildung“ auf das gesellschaftlich wichtige Thema der Grundbildung für Erwachsene aufmerksam machen.
Unser Ziel ist vor allem, Menschen mit Grundbildungsbedarf zukünftig mit konkreten Bildungs- und Beratungsangeboten besser zu erreichen und zu unterstützen.
Neben vielen unserer Kooperationspartner aus Halle (Saale) bekommen wir auch Besuch vom ALFA Mobil und dem ALFA Telefon des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e.V.
Für weitere Hintergrundinformationen kontaktieren Sie bitte:
Sarah Zehner vom Projekt AlphaBeruf: 0179 4378605
Arnfried Gläser vom GBZ Halle-Saalekreis: 0345 – 221 3397
19. Juni 2024
Fach- und Netzwerktag Alphabetisierung und Grundbildung
Am 13.06.2024 fand in Magdeburg der Fach- und Netzwerktag zur Alphabetisierung und Grundbildung Sachsen-Anhalt statt. Durch die Anwesenheit vieler Akteure aus der Grundbildungsarbeit boten sich wieder einmal vielseitige Möglichkeiten zum Austausch an.
Der Tag wurde durch spannende Workshops und Vorträge ergänzt:
Claudia Laubenstein von der NABIBB stellte die Möglichkeiten von Erasmus+ Mobilitäten im Bereich der Grundbildung vor. Sie erläuterte, wie Lehrkräfte und Lernende in der Grundbildung von dem internationalen Lern- und Austausch-Programm profitieren können.
Lukas Heymann von der Stiftung Lesen führte einen digitalen Workshop durch, in dem er die Ergebnisse des Forschungsprojektes „MOVE – Motivation und Verbindlichkeit im Alltag von Erwachsenen mit Grundbildungsbedarf” präsentierte. Er zeigte anhand von Studienergebnissen, unter welchen Bedingungen Menschen mit Grundbildungsbedarf in ihrem Alltag Verabredungen treffen und Verbindlichkeiten eingehen und von welchen Motivationsfaktoren es abhängt, ob sie sie einhalten oder nicht.
Es wurde sich natürlich auch untereinander zu Best-Practice-Ansätzen, den bestehenden Herausforderungen sowie auch den Ideen zur Verbesserung der Grundbildungsarbeit in Sachsen-Anhalt ausgetauscht und es konnten viele hilfreiche Hinweise mit nach Hause genommen werden.
5. Juni 2024
Revierwendekonferenz – Grundbildung im Strukturwandel
Inmitten der Mitteldeutschen Straße der Braunkohle und Klinkerbausteinen trafen sich Ende Mai führende Vertreter*innen aus der regionalen Wirtschaft, den Gewerkschaften, der Wissenschaft und der Politik zur 3. Revierwendekonferenz in Zeitz.
In Form von Impulsvorträgen, Redebeiträgen und regen Diskussionen wurde die Bedeutung des Fern- und Nahverkehrs für die Region im Mitteldeutschen Kohlerevier debattiert und damit sprichwörtlich der Strukturwandel „aufs Gleis“ gebracht.
Ebenso wurden der Strukturwandel und die damit verbundenen Schwierigkeiten für die Region beleuchtet. Vertreter der Auszubildenden kamen zu Wort und sprachen sich für die Bedeutung der nachkommenden Generation aus. Es sei wichtig, diese in Entscheidungen mit einzubeziehen, denn rund um die Problematik der Fachkräftesicherung ist ihre Rolle von zukünftiger Bedeutung.
Fachkräftesicherung – das war ebenso unser Stichwort. Als Teil der Workshop-Angebote und mit einem eigenen Thementisch waren wir als Projektteam vor Ort.
Wir nutzten die Möglichkeit, Teilnehmende und Interessierte zur Thematik der geringen Literalität zu sensibilisieren und darauf aufmerksam zu machen, welchen Mehrwert Arbeitsorientierte Grundbildung für Unternehmen und deren Mitarbeiter*innen gleichermaßen haben kann. Durch den gemeinsamen Erfahrungsaustausch und den damit verbundenen Beiträgen konnten Erkenntnisse gewonnen werden, wie Fachkräftesicherung gestaltet werden kann.
Unser Dank gilt dem gesamten Revierwende-Team für die gelungene und aufschlussreiche Veranstaltung und dem Raum, der unserem Projekt gegeben wurde, um auf die Bedeutung der Arbeitsorientierten Grundbildung aufmerksam zu machen. Wir freuen uns auf die nächsten Zusammenkünfte und verabschieden uns mit einem
Im April veranstaltete der Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben e.V. seine Abschlussveranstaltung des Projekts „BasisKomNet – Arbeitsorientierte Grundbildung in Netzwerken verankern“. Diese Veranstaltung bot für uns nicht nur die Möglichkeit des Networkings und des Austausches von Praxiserfahrungen mit anderen Partner*innen der Grundbildung, sondern fand auch symbolisch in Frankfurt am Main -im Herzen von Europa- statt.
Vertreter*innen von Kooperationspartnern, Kammern und Innungen trafen sich, um über die Erkenntnisse und Erfolge dieses langjährigen Projektes zu berichten. Parallel dazu nutzten Vertreter*innen des Deutschen Gewerkschaftsbundes, des Zentralverbands des Deutschen Handwerks sowie erfahrene Trainer*innen die Gelegenheit, aktuelle Probleme und Fragen zu diskutieren.
Die Veranstaltung wurde durch einen Impulsvortrag von Prof. Dr. phil. Nico Dragano vom Institut für medizinische Soziologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ergänzt. Unter dem Titel „Bildungsungleichheiten = gesundheitliche Ungleichheiten?“ verdeutlichte der Vortrag die untrennbare Verbindung zwischen Biologie, Psyche und der sozialen Situation des Menschen und deren Auswirkungen in der Arbeitswelt.
Verdeutlicht wurde hier noch einmal, dass eine ausreichende Grundbildung auch die Voraussetzung für eine bessere physische und psychische Gesundheit bietet. Eindrückliche Erkenntnisse waren beispielsweise, dass
sich Menschen mit geringerer Grundbildung häufiger bei ihrer Arbeit verletzen,
Menschen, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben, häufiger Herzinfarkte erleiden.
Abschließend hatten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, das Gehörte in einem Gallery-Walk zu vertiefen. Dabei wurden verschiedene Praxisthemen diskutiert, wie zum Beispiel der Umgang mit Stress in prekären Arbeitsverhältnissen (z. B. in der Reinigungs- und Sicherheitsbranche) und mögliche Gegenmaßnahmen.
Danke an das gesamte Team von „BasisKomNet“ für diese gelungene Abschlussveranstaltung. Wir haben wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die wir in unser Projekt einfließen lassen werden und danken allen Teilnehmenden für ihre Zeit und den offenen Austausch.